Schönheiten

Von Nicole Gutschalk, 11. April 2016

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Als ich Conrad Godly das letzte Mal traf, sassen wir auf einer Holzbank vor seinem Maiensäss in Domleschg und redeten übers Brücken abrechen. Darüber Dinge hinter sich zu lassen. Neuanfang. Das Thema war nicht zufällig gewählt. Es war sein Thema zu jener Zeit. So hatte er fünf Jahre zuvor seinen Fotografenjob an den Nagel gehängt. Hatte keinen Bock mehr auf den Modeszirkuss. „Ich fühlte mich nach siebzehn Jahren Modefotografie übersättigt. Sehnte mich nach den Bergen, nach Ruhe und nach mehr Beständigkeit in meinem Leben.“ Diese fand er im Maiensäss seines Grossvaters in Pro Cresta. Im Dorf unten, in Sils Domleschg, hatte er sich damals ein beeindruckendes Atelier eingerichtet, wo er gerade an der Serie „Zwischen Himmel und Erde“ arbeitete. Und malte, was er so liebte: Berge.

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Wiedersehen macht Freude: Godly in der Eingangshalle vom Schlosshotel Schauenstein von Andrea Caminada.

Zwei seiner Werke aus jener Zeit begegneten mir vor vier Tagen im  Schlosshotel Schauenstein von Andreas Caminada. Im Übrigen auch ein Ort zwischen Himmel und Erde. Ein Ort an dem es Sachen zu essen gibt, die Splendur – Maiensäss oder Splendur Himmel heissen. Das wird wohl den meisten jetzt nicht viel  sagen, aber das essen schmeckt echt so, wie es heisst. Wahnsinn!

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Werke aus der Serie zwischen Himmel und Erde in Godlys Atelier in Sils.

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Conrad und Rascal vor dem Maiensäss.

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Garage und Atelier zugleich – very nice.

Meine Geschichte über den Künstler Conrad Jon Godly erschien übrigens im Sommer 2010 in der annabelle.

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