Lasst blühen! – Gartenpflanzen für Schatten- und Sonnenplätze

Von Nicole Gutschalk, 19. Mai 2017

Ich versuchs mal wieder mit einem Garten. Einem möglichst unkomplizierten Garten wohlgemerkt. Nachdem ich vor zwei Jahren ein Gemüsebeet angelegt habe, letztlich aber den Kampf gegen eine fiese Schneckenplage verloren habe, musste ich mal eben eine Frustpause in Sachen Gärtnern einlegen. Nun wag ich mich aber guten Mutes an einen Staudengarten, der möglichst robust und unkompliziert sein soll. Am liebsten wären mir zudem Pflanzen, die auch im Herbst und Winter ein gutes Bild abgeben. Zu lösen gilt es einzig das Standort-Problem: Denn ein Teil des Gartens steht beinahe vollständig im Schatten, ein anderer aber ist beinahe den ganzen Tag über der Sonne ausgesetzt. Grund genug, um mich mal schlau zu machen, welche Stauden sich für welchen Standort besonders eignen würden – hier meine conclusion:

Sonnenanbeter

Diese Stauden und Blumen lieben die Sonne, sie sind teilweise auch winterhart und gewisse, wie etwa das Pampasgras (siehe Nr.2, Bild unten), erfreuen einem auch während der kalten Jahreszeit. Sonnenanbeter stehen mit Vorliebe an einem vollsonnigen Platz mit gutem Wasserabzug – sandige bis kiesige Böden werden von ihnen bevorzugt. Zu vermeiden sind hingegen Mulden oder Senken, in denen sich das Wasser sammelt, und Standorte mit lehmigen Boden – denn der Lehm hält das Wasser zu lang im Wurzelbereich fest, so dass die Pflanzen verfaulen.

1 Ich bin total verschossen in die Lupine! Ihre kerzenartigen langen Blütentrauben blühen von Mai bis Juli. Sie mögen einen eher kalkfreien, sonnigen, nicht zu nassen Boden. Schneidet man sie nach der Blüte zurück, fördert das einen zweiten Flor.

2 Pampasgräser liegen derzeit voll im Trend. Die gräserartigen Stauden werden zwischen 1.80 und 2.50 Meter gross und eigenen sich drum auch bestens als Beetbegrenzung oder als Sichtsschutz in Gärten und auf Terrassen. Die immergrüne Pflanze verträgt auch mal eine steife Brise, liebt sonnige Plätze und erzeugt mit ihrem zerzausten Look eine hübsche Dünenoptik. 

3 Dank der Fetthennen (Sedum-Hybriden) haben Staudenbeete auch im Herbst und Winter etwas zu bieten. Die grossen, rosa- bis rostroten Blütenstände öffnen sich Ende August und sind selbst auch im welken Zustand attraktiv. Fetthennen brauchen einen möglichst trockenen, sandigen Boden in voller Sonne – sonst knicken die Stiele ab.

4 Besonders angetan hat es mir der türkische Mohn (Papaver orientale Victoria Louise), der tiefgründige, sonnige Plätzchen liebt und bis zu 70 cm hoch werden kann. Seine Blütezeit ist jeweils im Juni bis Juli.

Schattenpflanzen und Halbschattengewächse

Im Schatten wachsen keine Pflanzen – schon gar nicht blütentragende Schönheiten? Das stimmt nicht! Guckt man sich nämlich mal an Waldrändern um, erkennt man schnell, dass dort so einiges blüht und gedeiht. Schattenpflanzen und Halbschattengewächse lieben meistens einen feuchten Boden. D.h. also unbedingt beim Wässern während den Sommermonaten auch die schattigen Plätze nicht vergessen. Zu den dekorativen Pflanzen für den Sommer, welche auch im Schatten gut gedeihen gehören u.a. Eisenhut, Akelei, Hosta (siehe Nr.2 im Bild unten), Astilbe und Lerchensporn. Darüber hinaus können Zwiebelpflanzen wie Narzisse, Blaustern, Elfenkrokus, Schneeglöckchen und Strahlenanemone im Schattengarten gepflanzt werden.

1 Die Fuchsie mag es halbschattig. Zudem steht sie gerne im humosen Boden und eignet sich als Gefässpflanze genauso wie für Rabatten. Besonders cool ist ihre lange Blütezeit: Von Juni bis Oktober. Schneidet man sie im Frühjahr jeweils zurück, fördert das ihre Blühwilligkeit.

2 In Sachen Hosta – auch Funkie genannt – schlägt mein Herz höher für die einfärbigen, blaublättrigen Sorten. Die Pflanze blüht weisslich bis violett vom Juni bis im Juli. Sie mag es halbschattig bis sehr schattig und macht sich im Topf auf Balkonien genau so gut wie in einer Rabatte.

3 Die Bergenie mag ich besonders, weil sie auch im Winter grünt und sie besonders anspruchslos ist. Ihre Blütezeit ist aber eher kurz – von Mai bis Juni.

Allgemeinses:

  • Je dichter man Grün ananeinder pflanzt, desto weniger Chancen hat Unkraut.

 

 

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