Dekoration

Wand und Wünsche: Illustrationen von Lieke van der Vorst

Von Claudia Müller, 1. Juli 2015

In einem kleinen Geschäft bei mir in Amsterdam um die Ecke bin ich auf Liekeland gestossen. Illustrationen, die in eine idyllische Welt entführen, wo Tier, Mensch und Umwelt im Einklang leben. Lieke van der Vorst (26) ist die Illustratorin, die dahinter steckt. Claudia Müller: Tiere spielen eine grosse Rolle in deinen Illustrationen, Warum? Lieke: Ich mag sehr gerne Tiere, egal welche Art und wie gross sie sind. Eine gewisse Reinheit und Rauhheit zeichnet sie aus. Und ich denke Tiere sind ehrlich. Wenn sie nicht interessiert sind, ignorieren sie dich. Ich mag diese Ehrlichkeit. CM: Warum findest du es toll, Tiere die du malst, zu vermenschlichen? Lieke: Ich fände es toll, wenn Tiere unsere Freunde wären und mit uns an einem Tisch sitzen und quatschen würden. Wegen Ihrer reinen Wesensart hätten sie wohl keine Manieren, wie wir sie uns auferlegt haben. Allerdings bin ich mir sicher, dass es mit Ihnen lustig wäre. CM: Die meisten Tiere, die du zeichnest, haben Pelz, ist das bewusst so gewählt? Lieke: Ich muss ehrlich sagen, dass mir das bis anhin gar nicht aufgefallen ist. Es macht allerdings Sinn. Ich mag Pelz sehr gerne – allerdings nur am Tier und nicht in Form eines Pelzmantels! CM: In deinen Illustrationen werden Menschen gezeigt, die Tiere mögen. Wie ist deine Beziehung zu Tieren? Lieke: Ich finde es nicht gut, wie wir Tiere zwecks unserer Ernährung oder unserer Kleidung behandeln. Ich kann verstehen, dass man in einigen Ländern nicht anders kann handeln. Warum wir in unseren Breitengraden Tiere als Produkt ansehen und nicht als lebendige Kreatur kann ich hingegen nicht nachvollziehen. CM: Gibt es Designaufträge, die du deshalb ablehnen würdest? Lieke: Ja. Ich würde nie einen Auftrag annehmen von einem Unternehmen, dass meine Ansichten über die Tierhaltung, die Art und Weise wie man respektvoll mit Menschen und Natur umgeht, nicht teilt. CM: Wie würdest du deinen Stil beschreiben? Lieke: Das finde ich schwierig zu sagen, da ich nicht gut darin bin, in Worte zu beschreiben, wie ich zeichne. Ich denke und hoffe dass meine Illustrationen, die ich von Hand anfertige, ehrlich sind. CM: Was ist deine Technik? Lieke: Ich verwende Kugelschreiber und weiche Farbstifte. Ich liebe es Linolschnitte zu machen. In meinem Arbeitsraum habe ich eine Linolpresse, die ich sehr gerne einsetze. Ich versuche mich auch wieder in der Malerei, da ich dies die letzten Jahre vernachlässigt habe. Ich finde es auch spannend mit Keramik zu arbeiten und Tassen herzustellen. Zurzeit bin ich gerade damit beschäftigt zu schauen, wie ich Illustrationen auf den gebrannten Ton bringe. CM: Was magst du am meisten an deiner Arbeit? Lieke: Ich mag am meisten die verschiedenen Techniken, die ich für meine Illustrationen anwenden kann. Manchmal arbeite ich auch gerne mit Wolle, wie hier. Dann werden meine Illustrationen zu grossen Tierfiguren mit echten Schafshaaren. Wenn ich andere Materialien brauche oder Techniken, inspiriert mich das meistens für meine Illustrationen. CM: Bei welchem Teil deiner Arbeit musst du die Nase rümpfen? Lieke: Am Computer zu sitzen widerstrebt mir, leider muss ich das öfters. Ich versuche morgens die Mailbox abzuarbeiten. Ich habe den Computer in meinem Arbeitsraum an einen unmöglichen Ort platziert, wo ich auf einen unbequemen Stuhl sitzen muss, sodass ich nicht länger als geplant dort sitze. Allerdings war das keine gute Idee. CM: Wie lange dauert es, von der Idee bis zum fertigen Kunstprodukt? Lieke: Das ist sehr abhängig von der Grösse der Illustration und wie detailliert diese ist. Ich bin nicht jemand der schnell arbeitet, auch weil meine Technik zeitaufwendig ist. Für die Illustration «Dennebos» habe ich mehr als zwei Monate gebraucht. Natürlich mit Unterbrechungen – Ich hänge die Illustration auf und lasse Sie da hängen, dann nehme ich sie wieder runter und arbeite weiter. Ich illustriere oft, ohne zu wissen, wohin die Reise geht. Ausser natürlich, es ist ein Auftrag, dann arbeite ich mit Skizzen und einer Deadline. Weiterlesen

Street Art im Wohnzimmer

Von Katinka Templeton, 11. Mai 2015

Ach Ikea, du schlauer Fuchs. In mir hat der schwedische Möbelgigant ja ohnehin einen lebenslangen Fan gefunden. Immerhin war ich im letzten Monat tatsächlich fünfmal (!!!!) dort. Gut, es hatte damit zu tun, dass ich zuerst ein paar Neuanschaffungen brauchte. Weiterlesen

Das Studio von Katrin Bååth

Von Patrizia Furrer, 4. April 2015

Heute besuchen wir das wunderschöne Atelier der schwedischen Art Direktorin und Stylistin Katrin Bååth. Ich mag die natürlichen Farbtöne der Räume, und wie Katrin all ihre kleinen Schätze und Requisiten liebevoll ausstellt. Die Bilderwand ist absolut perfekt und den Neon-Schriftzug finde ich super cool. Schaut euch das tolle Portfolio von Katrin auf Pinterest an. Ihr Blog ist ebenfalls einen Besuch wert. Weiterlesen

«Fantastic» wohnen in Berlin

Von Patrizia Furrer, 1. April 2015

Das Maklerunternehmen Fantastic Frank hat es mal wieder geschafft, dass ich mit dem Gedanken spiele zur Bank zu rennen, um eine Hypothek zu beantragen. Der Grund, diese tolle Wohnung in Berlin, die jeder sein Eigen nennen will. Die Räume wurden von Sarah Van Peteghem mit vielen tollen Stücken der Berliner Firma New Tendency eingerichtet und gestylt. Weiterlesen