Steinzeug – unperfekt schön!

Von Nicole Gutschalk, 23. February 2016

Yeah, endlich ist er wieder da, der unperfekte Look! Gerade in Sachen Steinzeug und Keramik ist er zurzeit das Nonplusultra: Sprünge in der Glasur, unsymmetrische Strukturen, raue, unbehandelte Oberflächen, Glasuren, die sich unkoordiniert ihren Weg über Objekte bahnen. Dabei war die Ästhetik des Unperfekten lange Zeit total out in unseren Breitengraden. Wertgeschätzt wurden vor allem Dinge, die makellos daher kamen.

Die Wertschätzung für Unregelmässigkeit, für Rauheit und letzlich auch Sparsamkeit findet ihre Wurzeln übrigens in Japan. Dort sind sie Ausdruck für Bescheidenheit, Sparsamkeit und Achtung vor der Eigenheit der Dinge. Wer sich durch die Keramikkollektion des dänischen Labels Studio Arhoj klickt, findet sich unmittelbar in dieser Welt der Unperfektheit wieder. In einer Welt der Werkstätte, Ateliers und Handwerksbetriebe. Es lebe die Art and Craft Bewegung!

 

Perfekt geeignet um diese Unperfektheit hinzukriegen, ist die Brenntechnik Raku, wie sie auch die Zürcher Keramikkünstlerinnen Bärbel Postiasi und Violeta Tschäppeler unter ihrem Label Tipi betreiben. Sie kreieren Unikate mit Persönlichkeit und besonderer Patina. Wer Kids Zuhause hat und in der Umgebung von Zürich lebt, sollte unbedingt an einem Tipi-Gestaltungsworkshop (ab 5 Jahren) vorbeischauen. Diese finden jeweils am Mittwoch Nachmittag von 14.30 bis 17 Uhr statt. Anmeldungen unter: ankertipi@gmail.com.

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